Liechtenstein-Stiftungen

Als eines der kleinsten Länder Europas ist Liechtenstein in der Finanzbranche vor allem für seine einzigartigen Stiftungen bekannt, die seit jeher bei vermögenden Privatpersonen und Unternehmen sehr beliebt sind, die die Vorteile einer Steueroase suchen. Obwohl sich die genauen Gesetze und Vorschriften für diese Strukturen im Laufe der Zeit geändert haben, sind liechtensteinische Stiftungen nach wie vor sehr beliebte und effektive Instrumente der Nachlassplanung.

Eine liechtensteinische Stiftung ist ein Vermögensschutzinstrument für besondere Zwecke, das als eigene legale Entität fungiert und damit eher einer Gesellschaft (wenn auch ohne Eigentümer oder Aktionäre) als einer Treuhand gleicht. Sie darf nicht-kommerzielle oder privatwirtschaftliche Tätigkeiten ausüben und der Stifter legt die Bedingungen fest, unter denen die Begünstigten über das Stiftungsvermögen oder die Erträge der Stiftung verfügen können.

Die liechtensteinischen Stiftungen können von ausländischen Staatsbürgern gegründet werden, was besonders für internationale Familien von Vorteil ist, die in einem beliebigen Land wohnen und die vollständige Kontrolle über die Stiftung ausüben können. Der Stifter kann auch als alleiniger Begünstigter der Stiftung genannt werden, wobei zu beachten ist, dass das gesamte Vermögen rechtlich im Eigentum der Stiftung selbst steht.

Die Privatsphäre ist einer der Hauptvorteile, die mit liechtensteinischen Stiftungen verbunden sind. Die Eintragung ist freiwillig und die Namen des Stifters und der Begünstigten werden niemals in den öffentlichen Aufzeichnungen aufgeführt. Darüber hinaus vollstreckt Liechtenstein ausländische Urteile nur unter ganz bestimmten Umständen und verlangt nicht, dass die Dokumentation bei der vorgerichtlichen Offenlegung vorgelegt wird.

In Liechtenstein sind auch privatnützige Familienstiftungen (im Gegensatz zu solchen, die aus gemeinnützigen Gründen errichtet wurden) von der Besteuerung ausgenommen, was sie für die Vermögenserhaltung und Nachlassplanung besonders attraktiv macht. Es ist jedoch zu beachten, dass im Heimatland des Stifters noch Steuern anfallen können.

Vor der Gründung einer liechtensteinischen Stiftung oder einer anderen Nachlassplanung sollte immer eine fachkundige Beratung eingeholt werden.

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